Warum Aufräumen glücklich macht: Das solltest du wissen

Boah, keinen Bock aufs Aufräumen. Das schaffe ich doch eh alles nicht. Ordnung brauche ich doch nicht, denn es soll ja nicht aussehen, wie in einem Museum.

Boah, keinen Bock aufs Aufräumen. Das schaffe ich doch eh alles nicht. Ordnung brauche ich doch nicht, denn es soll ja nicht aussehen, wie in einem Museum.

 

Warum Aufräumen glücklich macht, kann mann sich bei solchen Gedanken gar nicht vorstellen, oder?

 

Erkennst du dich bei einem dieser Sätze wieder? Ich bin sicher, du hast das zumindest teilweise auch schon gedacht oder gesagt. Wenn wir an Aufräumen und Ordnungschaffen denken, dann kommen häufig solche Gedanken hoch. Das ist voll normal.

 

Ich dachte das früher auch immer – egal, ob als Kind, als Jugendliche oder als Studentin.

 

Bis ich 30 Jahre war, schob ich mein Chaos einfach nur von A nach B. Wenn ich dann doch mal etwas aussortiert hatte und die Flächen freiräumte, war ich einfach nur befreit und stolz.

 

Später habe ich dann nach der KonMari-Methode® mein Zuhause so richtig in der Tiefe aufgeräumt. Ich habe dann wirklich gefühlt, was es bringt, das eigene Aufräumprojekt durchzuziehen.

 

Heute spüre ich genau das, wenn ich als Aufräumcoach die vier Wände mit meinen Kundinnen in der Tiefe aufräume. Ich bin immer noch so krass begeistert davon, was das Aussortieren und Aufräumen uns bringt. Und genau das erfährst du in diesem Artikel.

 

Warum Aufräumen glücklich macht: Darauf musst du achten

 

Ordnungschaffen hat tatsächlich eine positive Auswirkung auf unser Glücksempfinden. Wenn wir unsere Umgebung ordnen und organisieren, schaffen wir eine angenehme Atmosphäre, die uns ein Gefühl von Kontrolle und Zufriedenheit vermittelt.

 

Wir schauen nicht mehr in die Gerümpel-Ecke und die Kram-Schublade, die uns so stressen. Stattdessen sehen wir angenehm leere Flächen und sortierte Schubladen. Diese Stressfaktoren, genannt Mikrostressoren, sind einfach weg.

 

Mikrostressoren sind wie kleine Nadelstiche, sage ich immer: Sie bringen uns nicht ums Leben, sind aber unangenehm. Auf der anderen Seite sind sie an und für sich sehr gut zu bewältigen.

 

Klar können wir die übervolle Schublade aufräumen oder den Papierstapel durchgehen oder die aussortierten Kleidungsstücke zum Second-Hand-Laden bringen. Aber all das Unerledigte (also alle Mikrostressoren) zusammen, lassen uns gar nicht ins Tun kommen. Wir fühlen uns einfach nur gelähmt.

 

Was ist das Tolle am Aufräumen?

 

Wir sehen immer, was wir geschafft haben. Wir sehen immer ein glasklares und messbares Ergebnis. Das motiviert total, wenn du es siehst und dich selbst dafür wertschätzt.

 

  • Auf dem vormals übervollen Schreibtisch ist nun nur noch das Wichtigste drauf.

 

  • Wir sind unsere Klamotten durchgegangen und haben ordentlich aussortiert. Jetzt sind tatsächlich acht blaue Müllsäcke für die Spende zusammengekommen. Wow. (Erlebe ich oft in meinen Aufräumcoachings.)

 

  • Oder: Wir schmeißen den Laptop an und und haben einen herrlich aufgeräumten Desktop (jaaaaa, du rollst mit den Augen. Ich weiß. Aber wenn wir von Ordnung sprechen, sollten wir auch die digitale Ordnung in Angriff nehmen.)

 

Beim Aufräumen werden Endorphine freigesetzt, die als „Glückshormone“ bekannt sind. Durch das Beseitigen von Unordnung und das Schaffen von Struktur fühlen wir uns deswegen oft erleichtert und entspannt. Das ist ein Grund, warum Aufräumen glücklich macht.

 

Außerdem trägt das Aufräumen auch dazu bei, dass wir uns besser konzentrieren können und produktiver sind, weil wir oben genannte Mikrostressoren nicht mehr um uns herum haben.

 

Insofern steigert eine aufgeräumte Umgebung unser Wohlbefinden. Wenn wir uns in einer ordentlichen Umgebung befinden, haben wir weniger Ablenkungen und fokussieren uns besser auf unsere Aufgaben.

 

Wir fühlen uns erfüllt und zufrieden. Wir trainieren so auch unsere Konzentrationsfähigkeit wie einen Muskel (und glaub mir, die leidet in Zeiten von Handy und Social Media enorm!).

 

Das Ding ist, dass unser Gehirn sich so fühlt wie beim Multitasking. Multitasking hat die Wissenschaft inzwischen widerlegt. Irgendwie denken aber immer noch viele Leute, dass das möglich ist und sie dadurch mehr erledigen…naja, anderes Thema.

 

Unser Gehirn kann gar nicht zwei Dinge parallel erledigen, sondern muss ständig zwischen verschiedenen Aufgaben hin- und herschalten. Das ist nicht gut für unsere Arbeitsweise und minimiert die Fähigkeit, uns zu konzentrieren und fokussieren.

 

Wenn wir nun in einer unordentlichen Umgebung leben und arbeiten, springt unserer Gehirn einfach nur hin und her. Hier der Papierstapel, da das gestapelte schmutzige Geschirr, hier wieder der zugestopfte Kleiderschrank, da wieder die vollgestellte Fensterbank.

 

Das erschöpft uns einfach enorm. Krass, oder?

 

Kannst du dir vorstellen, wie befreit und energiegeladen wir uns fühlen, wenn all diese Stressoren weg sind?

 

Darüber hinaus hat Aufräumen einen symbolischen Wert. Wir trennen uns von unnötigem Ballast und schaffen Platz für Neues (auch im übertragenen Sinne).

 

Wir befreien uns von negativ konnotierten Gegenständen – und damit auch ein Stück von den damit verbundenen unerwünschten Emotionen.

 

Eine Frau, mit der ich einmal über meine Arbeit sprach, sagte mir: „Hannah, deine Arbeit ist ja nicht nur das bloße Ordnungschaffen. Das ist ja echt Biografiearbeit!“ Recht hat sie.

 

Wir schließen mit unerwünschten Kapiteln unseres Lebens ab, aber nicht, indem wir sie durch das Aussortieren verdrängen. Vielmehr gehen wir durch die unerwünschten Gefühle hindurch. Und das ist gut so.

 

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass jeder Mensch unterschiedlich ist und dass nicht jeder das gleiche Glücksempfinden durch Aufräumen erfährt.

 

Und überhaupt. Was eine Person als ordentlich oder unordentlich empfindet, ist ja schon mal total individuell. Das kennst du wahrscheinlich aus deiner Familie.

 

Manche Menschen fühlen sich in einer etwas chaotischeren Umgebung wohler und das ist völlig ok. Es geht darum, herauszufinden, was für einen selbst funktioniert und was einem ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit vermittelt.

 

Ich selbst kann meine Grundordnung seit sechs Jahren wunderbar halten. Einmal am Tag räume ich entspannt alles wieder an den Platz zurück. Selbst das macht mich total zufrieden und es macht mir wahnsinnigen Spaß. Ich weiß, dass es funktioniert.

 

Wenn du in deinem Aufräumprojekt einmal ins Stocken gerätst, ist das normal. Dann erinnere dich an die positiven Auswirkungen des Aufräumens und lies nochmal diesen Artikel hier. Viel Spaß!

 

Und wenn du noch mehr kluge Ordnungstipps und wertvolle Inspirationen willst, dann trag dich in meinen Newsletter ein. Zum Start bekommst du einen kostenlosen E-Mailkurs, um in vier Schritten mit dem Aufräumen richtig durchzustarten.

 

Deine Hannah

Aufraeum-Coach  Hannah Cesarz - Berlin
Hi, ich bin Hannah aus Berlin. Und mittlerweile kann ich mit verbundenen Augen nachts um 3 Uhr mein Lieblingskleid, mein Schraubenset und meine Steuerunterlagen finden.

Hier im Blog teile ich mit Dir meine besten Tipps und Tricks rund ums Aufräumen und wie sich dadurch dein ganzes Leben verändern kann.

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Aufräumcoach, Ordnungsberaterin & KONMARI® CONSULTANT